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3-KanalVideoinstallation Die Bedeutung des lateinischen Begriffes „Lemur“ ist aus der Antike überliefert als Bezeichnung für den Geist von Verstorbenen. Die drei Lemures im Sticklhof erzählen einerseits davon, daß auch Tiere eine Seele besitzen und nicht einfach nur belebte Materie sind, andererseits eröffnen sie in ihrer grotesken Animation eine Perspektive für einen leichteren und selbstverständlicheren Umgang mit dem Tod als Teil des Lebens. |
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Der Bauernhof als Schauplatz tierischer Todesfälle wird zum Guckkasten für die dort umtriebigen Geisterwesen. Im Kuhstall des Pinzgauer Sticklhofs dürfen die Kühe und Austellungsbesucher einen toten Hasen auf seiner Reise im Jenseits begleiten. In der Kapelle wird der seligen Forelle gedacht und im Wohnzimmer des Gästehauses fällt das Gefieder vom Himmel. Macht Euch die Erde untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. (Genesis 1:28) Sind Land- und Forstwirte die letzte Bastion der Menschheit, die diese Aufforderung aus dem alten Testaments vernünftig interpretieren? Sie sind weder der heuchlerischen Vermenschlichung der Tiere verfallen, noch prügeln und roden sie ohne Rücksicht und hinterlassen Leid und Zerstörung. Im Idealfall herrschen Bauer und Jäger über ein gesundes Equilibrium in der Nutzgemeinschaft von Mensch und Natur.
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| * 20.11.2008 willkommen im leben |
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